Wir bedanken uns bei unseren Förderern, den Paten und unseren Freunden für die treue und  großzüge Unterstützung in diesem Jahr! Ein frohes Fest, erholsame Feiertage und ein gutes und gesundes neues Jahr!                                

Gerne erzählen wir Ihnen hier noch etwas mehr über das diesjährige Foto auf unserer Weihnachtskarte:

 

Es zeigt in diesem Jahr Schülerinnen aus dem Mädchenheim unseres Projektpartners Prem Dans vor ihrem ersten Schultag nach fast 18-monatigem Corona Lockdown. Schwester Helen hat uns dieses Foto anlässlich der lang ersehnten Wiederinbetriebnahme des Heims geschickt und beschrieben, wie sehr die Mädchen ein Wiedersehen mit ihren Freundinnen und die Rückkehr in ein sicheres Zuhause herbeigesehnt haben. Für viele der jungen Internatsbewohnerinnen bedeutete die offiziell angeordnete Schließung der Einrichtung die Rückkehr zu ihren Familien oder Verwandten in den Slums und den damit einhergehenden teils katastrophalen Lebensumständen. Etwas neugierig geworden, baten wir Schwester Helen um weitere Informationen zu den Mädchen auf unserer Karte.

Das Mädchen ganz links auf dem Foto heißt Shilpa R.(16). Im Alter von 4 Jahren musste sie mit ansehen, wie ihr Vater ihre Mutter bei lebendigem Leib verbrannte. Ihre Tante brachte Shilpa 2010, traumatisiert und verstört, zu Prem Dan. Heute sagt Shilpa: „..all have problems but we must face it with courage..“. Sie ist glücklich und dankbar für alles, was die Schwestern und ihr Pate für sie tun.  

Rani N. (15; 2.v.l.) wuchs mit einem alkoholabhängigen und gewalttätigen Vater als eines von vier Geschwistern auf. Ihre Mutter brachte ihre Tochter, aus Angst um ihr Wohlergehen und extremer Armut, zu Schwester Felicity. Heute will Rani Lehrerin werden und sagt, dass es wichtig ist, sich von Problemen nicht entmutigen zu lassen.

Christina S. (14; 3.v.l) verdankt ihrer ältesten Schwester, dass sie heute mit ihrer jüngeren Schwester ein sicheres Zuhause bei Prem Dan hat und zur Schule gehen kann. Ihre Eltern konnten sich als Analphabeten, Tagelöhner und Slumbewohner den Schulbesuch nicht leisten. Die älteste Tochter, die den Wert einer Schulbildung erkannte, wollte sich nicht damit abfinden ein Leben ohne Perspektiven in den Slums zu führen und brachte ihre kleinen Geschwister ins Mädchenheim. (Infos zu den drei anderen Mädchen finden sie auf unserer Webseite www.slumkinderhilfe-mumbai.de)

Asa N. (14; 4.v.l.) ist die Schwester von Rani (2.v.l.), hat den gleichen familiären Hintergrund, geht heute in die neunte Klasse und will später Richterin oder Staatsanwältin werden.

Lilawati H. (15; 5.v.l.) kam schon im Alter von sechs Jahren mit ihren zwei älteren Schwestern ins Mädchenheim. hr Vater starb früh an einem Herzinfarkt. Die Mutter war mangels Jobs und Einkommens mit der Versorgung ihrer Kinder überfordert und bat Prem Dan um Hilfe.

Gracy D. (17; 6.v.l.) lebt bereits seit zehn Jahren mit ihrer Schwester Lynette im Heim. Ihre Mutter verließ ihren Mann und ihre beiden jungen Töchter von einem Tag auf den anderen. Der Vater konnte sich als LKW Fahrer nicht ausreichend um die Kinder kümmern. Auch Gracy möchte sich eines Tages als Rechtsanwältin für Gerechtigkeit und Chancengleichheit einsetzen.

Shilpa, Rani, Christina, Asha, Lilawati und Gracy sind nur sechs von Hunderten Kindern bei Prem Dan, die ein ähnliches Schicksal teilen und die heute dank der Unterstützung ihrer Paten eine Chance auf ein Leben ohne Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit erhalten.

Herzlichen Dank für Ihr Interesse

 

 

 

Frohe und gesegnete Weihnachten!

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